Konzertkirche Neubrandenburg
und Zeughaus Wismar

Preisträger mit schwedischem Naturstein

„In eine denkmalgeschützte, gotische Kirche wurde ein moderner Konzertsaal eingebaut und sowohl die historischen als auch die neuen Bauteile sind in überzeugendem Zusammenspiel zu einer einmaligen Raumerscheinung verschmolzen.“, so äußert sich das Preisgericht des Landesbaupreis 2002 von Mecklenburg Vorpommern über den Sieger des Wettbewerb.
Die Rede ist von der 700 Jahre alten Marienkirche von Neubrandenburg , die nach Ihrer Zerstörung im Krieg 1945 für 16 Mil. Euro nach den Plänen des finnischen Architekten Pekka Salminen zu einer Konzertkirche umgebaut wurde.

Die langgezogene Hallenkirche – Zeitzeuge der norddeutschen Backsteingotik - sollte wieder in Ihrem äußerem Erscheinungsbild erstrahlen, aber mit einer zeitgemäßen Nutzung. Viele Einzelheiten der Kirche wurde restauriert und rekonstruiert und eine klare Abgrenzung zu den neu eingebrachten Materialien wurde erzeugt. So auch im Konzertsaal der Kirche.


Konzertkirche Neubrandenburg - Konzertsaal


Halten sich Musiker und Besucher während der Vorstellung auf dem Parkett auf, so laufen Sie vor und nach den Konzerten über einen „historisch“ neuen Fußboden. Durch die ausführliche Beratung der Bauherren von den Mitarbeitern des Natursteinwerk Rechtglaub – Wolf aus Lübeck fand der rotbraun und gräuliche schillernder Ölandstein seinen traditionellen Platz in der Backsteinkirche. 590 qm des Ölandstein „Hors“ wurden im Foyer und dem Konzertraum verlegt und beeindruckten mit seinem Farbenspiel bereits über 100.000 Besucher.

In den Außenanlagen der Marienkirche überzeugte ein weiteres schwedisches Material, das seit dem 12. Jahrhundert in Norddeutschland zur den Traditionsmaterialien zählt. Über 375 m Blockstufen und 2.600 qm Bodenplatten des grauen schwedische Granit Bohus „Tossene“, der zahlreichen Alternativen – auch chinesischem Material - vorgezogen wurde, hat man in dem Gelände verbaut.

Der gesamt optische Eindruck vermachte der Konzertkirche zusätzlich eine Sonderplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und sie setzte sich gegen 67 europäische Bewerber für den Balthasar-Neumann-Preis durch und erhielt eine Auszeichnung des Deutschen Architekturpreis 2003.

Dicht gefolgt wurde der Sieger des Landesbaupreis 2002 vom Zeughaus in Wismar. Die Preisrichter sprachen Ihre Belobigung für den herausragenden Beitrag im Umgang mit der Umnutzung historischer Bausubstanz aus.

Das Lübecker Stadtplanungs- und Architekturbüro Mai Zill Kuhsen bezog in seiner Bausubstanzentscheidung auch die Geschichte der Region und des Gebäude mit ein. Gebaut 1700 nach den Plänen des schwedischen Architekten Erik Dahlberg für die schwedische Besatzungsmacht wurde das Gebäude im Laufe der Zeit für mehrere Nutzungen verwendet und umgebaut. Für 5 Mil. Euro wurde der Originalzustand des Hauses nach alten Plänen des schwedischen Staatsarchiv nahezu wieder hergestellt und Neuerungen für eine zeitgemäße Nutzung eingebaut. Besondere Erwähnung fand das Zeughaus somit auch in den Bemerkungen des UNESCO bei der Aufnahme der Hansestadt Wismar in Welterbliste.


Zeughaus Wismar


Auch bei diesem Gebäude fanden die Argumentation von Qualität, Optik und Tradition anklang. So wurden im Außenbereich des Zeughaus 105 Meter massive Sitzstufen aus Bohus „Tossene“ Granit mit geflammter Oberfläche vom Natursteinwerk Rechtglaub – Wolf eingebaut und das Eingangsportal aus dem schwedischen Kalkstein Gotland „Norrvage“ restauriert. Von dem Bildhauermeister Bernhard Lincke ist das Original- Wappen des schwedischen König Karl XII rekonstruiert worden und hat seinen alten Platz über dem Portal zurückerhalten.

Das historische Sammelpflaster aus dem Fußboden des Erdgeschoss musste aus Nutzungsgründen aufgenommen werden und wurde durch ein anderes Material ersetzt. Auf Grund seiner erprobten Vorteile in öffentlichen Gebäuden und dem regionalem Bezug entschieden die Planer und Bauherren sich auch bei diesem Projekt für den Ölandstein als Bodenbelag.

Durch die Schifffahrswege der Hanse kam der harte Kalkstein von der schwedischen Insel Öland in die Gebiete Norddeutschlands. Die Hansestadt Lübeck – Königin der Hanse – baute als erste den schwedischen „Marmor“ auf Grund seiner Widerstandsfähigkeit in norddeutsche Kirchen und Privathäuser ein.

Bei Ölandstein ist eine gute Qualität generell gegeben. Die z.T. sichtbaren Fossilien sind fest im Material, das keine Risse oder andere Einlagerungen aufweist. Abgebaut in verschieden starken Lager gibt es Ölandstein in unterschiedlichen Farben:

- GRAU G1 - GRAU G2 - FLAMMIG - GRAU G2H - HORS - G2S - ROT B1 - ROT B2 -

Die Materialbezeichnungen beinhalten den garantierten Abbau mit den jeweiligen Qualitätsmerkmalen einer Gesteinsschicht - sie dürfen ausschließlich von dem Lieferanten Ölandsten AB geführt werden -. In diesen Schichten weist der Ölandstein naturgemäß ein Farbspiel von graugrünlich bis graurötlich und rot auf. Dieses Farbspiel gibt dem Stein seit Jahrhunderten seinen unnachahmlichen Reiz.


Ölandstein in der Konzertkirche Neubrandenburg


Auch bei dem Umbau und der Restaurierung der Marienkirche in Neubrandenburg und des Zeughaus in Wismar wurde Ölandstein als hanseatisches aber auch nutzungsunempfindliches Material erkannt und aufgenommen. Der Ölandstein mit seiner zeitlos schlichten Eleganz und seiner behaglichen Schönheit ist der geeignete Naturstein für die Fußboden- und Treppengestaltung bei allen Sanierungsobjekten und Neubauten, aber auch im Garten- und Landschaftsbau. Ölandstein und die besonderen Granite Schwedens wurden im gesamten Ostseeraum seit der Hansezeit verbaut und sind über diese Grenzen hinaus mit ihrer Qualität bekannt geworden.

Für eine ausführliche Beratung über den Ölandstein und alle anderen skandinavischen Materialien wenden sie sich an das Natursteinwerk Rechtglaub – Wolf in der Hansestadt Lübeck. Das über 150 Jahre alte Traditionsunternehmen mit eigener Fertigung konnte über Jahrzehnte eigene Erfahrung in Lieferung und Umgang mit den Materialien sammeln.




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