Schwedischer Naturstein am
Grand Hotel Kempinski, Heiligendamm

Grand Hotel Kempinski, Heiligendamm

Heic Te Laetitia Invitat Post Balnea Sanum

Als Refugium und Ort der Stille und Weite reiht sich das klassizistische Villenen-semble wie eine Perlenkette entlang des Ostseeufers. Das erste Seebad Deutsch-lands – die weiße Stadt am Meer – das Grand Hotel im Ostseebad Heiligendamm. Die Renaissance der kaiserlichen Zeiten geht einher mit der schlichten und zeitlo-sen Eleganz schwedischen Natursteins.

1795 wurde die dato unbekannte englische Mode im Meer zu baden nach Deutschland „importiert“. Von seinem Leibarzt Prof. Dr. Samule Gottlieb Vogel erhielt Herzog Friedrich Franz I von Mecklenburg – Schwerin den Rat, aus gesundheitlichen Gründen in der Ostsee zu baden. Noch im selben Jahr gründete der Herzog das Seebad am Heiligen Damm – dem Strand der Münsterstadt Doberan. Ein Jahr später war bereits das erste barockbeeinflusste Badehaus ( später: Haus Mecklenburg ) von Hofbaumeister John. Chr. Hein. von Sydewitz fertiggestellt. In einer einzigartigen Lage und mit seinem direkten Zugang zum Ostseestrand entwickelte sich das erste Seebad Deutschlands schnell zu einer der besten Adressen des gesellschaftlichen Lebens in Europa. Sogar während der französischen Besatzung 1806 wurde der Badebetrieb nicht eingestellt.

20 Jahre nach dem ersten Bau erschaffte der nachfolgende Hofbaumeister Karl Theodor Severin das klassizistische Kurhaus – zur Freude der badenden Gesellschaft. Seine toskanische Säulenhalle zeugt dabei von seinen Vorbildern Andrea Paladio und Karl Friedrich Schinkel. Wie weit das Ansehen des Bades wuchs erließt sich aus der Namensliste der Gäste zu denen Feldmarschall Blücher, der Kornprinz von Preußen, Wilhelm von Humboldt, Zar Nicolaus I und andere Monarchen, Akademiker und Künstler gehören. Eine Liste des „Who is Who“ in Europa.


Grand Hotel Kempinski - Aussenansicht 01


Der Ausbau des Seebades in seinen heutigen Zustand wurde seit 1839 von Großherzog Paul Friedrich vorrangetrieben. Aus dem Badeort wurde eine Sommerresidenz. Nah dem Vorbild der Gotik nachempfundenen englischen Landhäuser wurden zwischen 1839 – 1841 verschiedene Cottages als Residenzen großherzoglicher Familien errichtet. Zu dieser Umgestaltung gehört auch die Burg Hohenzollern, die 1845 – 1848 vom Baumeister Gustav Adolf Demmer errichtet wurde. Die gotischen Türmchen und Zinnen sind hier jedoch als zutiefst romantische Architekturauffassung zu verstehen.

Der strahlende Gesamtanblick für die Besucher nach diesem Ausbau ließ nur einen Namen für Heiligendamm in Erinnerung bleiben – „Die weiße Stadt am Meer“!

Gänzlich ändere sich das Idyll in den Jahren 1845 – 1865 hin zu einem repräsentativen Badeort. Acht Villen und weitere Kolonnaden in einer vermischten Bauweise aus Klassizismus und Romantik reihten sich nach Ihrer Erbauung wie eine Perlenkette entlang der Küste. 1886 erhielt das zentrale Ensemble um das Kurhaus seine Vollendung. Im Barockstil wurde das Grand Hotel erbaut und schafft mit seiner Parallele zum Badehaus erst den zentralen Platz Heiligendamms. Der imaginäre Plan aller Baumeister – die konsequente Ausrichtung zum Meer- wird hier besonders sichtbar.

Trotz einiger großer zu behebender Schäden durch Sturmfluten und Brände sowie wechselnder Besitzer erfreute sich das Seebad weiter wachsender Beliebtheit.

Allerdings ging das Bad 1941 in den Besitz der Reichsmarine über und wurde in den folgenden Jahren mit einem Tarnanstrich versehen und zur Marineschule umfunktioniert. Zum Ende des 2. Weltkrieges diente das Areal als Garnison der roten Armee, die beim Abzug durch Plünderungen und Demontage viele Schäden anrichtete.


Grand Hotel Kempinski - Aussenansicht 02


1947 begann der Wiederaufbau. Bis 1990 wurde die Anlage als Sanatorium der Werkstätigen und für die Genesungsvorsorge genutzt. Nach dem Ausschreibungswettbe-werb 1992 scharte der Aachener Visionär und Chef der Kölner Unternehmensgruppe „FUNDUS“, Anno August Jagdfeld über 3.000 Investoren für das Projekt um sich. 1996 erwarb die Investorengruppe die gesamte 500 Hektar große Anlage mit Ihrem unfangreiches Entwicklungskonzept. Diese beinhaltete die Erweiterung des Gebäudeensemble um ein weiteres Haus im Stil des Gesamtbildes. In dem „Severin Palais“ sollte der 3.000 qm große SPA- (" Sanus Per Aquam" - Gesundheit durch Wasser) und Wellness- Bereich des Grand Hotel Heiligendamm entstehen. Zwei Jahre später wurde der Managementvertrag mit der Kempinski Hotel & Resort Gruppe abgeschlossen. Die Bauarbeiten dieses herausfordernden Restaurierungsprojekt konnten somit im Jahre 2000 beginnen.

In diese neu-zu-erweckende Eleganz die natürliche Schönheit des Naturstein mit einflie-ßen zu lassen entsprach den hohen Ansprüchen der Investorengruppe. Die Entwicklungs- Compagnie Heiligendamm (ECH) entschied sich daher für die Gestaltung der Außenflächen Granit zu verwenden. Bei der Materialauswahl legte man besonderen Wert auf Qualität. So wurde sich für den schwedischen Granit Bohus grau „Tossene“ entschie-den, der auf Grund seiner hervorragenden Eigenschaften prädestiniert war für die Bedingungen der direkten Küstenlage und der ständigen Nutzung. Bohus grau „Tossene“ gehört zudem, wie sein Nachbar Bohus rot „Hallinden“, seit Beginn der Naturstein- Handelsbeziehungen mit Schweden zu den „heimischen“ Materialien des steinlosen Norddeutschland.

Der Qualitätsanspruch wurde natürlich auch an die Produktion weitergegeben. Für diesen Auftrag wurde das Natursteinwerk Rechtglaub – Wolf GmbH aus Lübeck ausgewählt. Die modere Fertigungsstruktur und die Qualifikation der Mitarbeiter stellten in den Augen der Auftragsgeber eine gleichbleibende Qualität der Lieferung sicher. Das Natursteinwerk lieferte in kurzer Zeit über 4.000 qm Bodenplatten, Rasenkanten und andere Nutzungs-elemente aus eigener Produktion.

„Ein sehr guter Auftrag für uns“ freut sich Vertriebsleiter Rolf Willwater. “Damit konnten wir erneut unsere Leistungsfähigkeit und unseren eigenen Qualitätsanspruch unter Beweis stellen.“


Grand Hotel Kempinski - Aussenansicht 03


Über eine ganz andere Aussage dieses Projekts freut sich der Geschäftsführer des Unternehmens Andreas Wolf: „ Bei einer ursprünglich schon sehr hohen Investitionssum-me hat sich „heimischer Granit“ mit deutscher Qualitätsarbeit gegen Fertigprodukte aus China, Polen und Portugal durchgesetzt. Das ist ein Paradebeispiel und sollte richtungs-weisend sein.“

Auch wenn die Marktlage dem Unternehmen abverlangt selber direkt aus China zu impor-tieren, setzt das Natursteinwerk auf seine eigene, leistungsstarke Produktion und die Ver-arbeitung „heimischer“ schwedischer Granite.

Ingesamt wurde in das Grand Hotel bei einer Bauzeit von drei Jahren 232 Millionen Euro investiert. Am 20. Mai 2003 erfuhr die weiße Stadt am Meer ihre Renaissance. Bei der Eröffnung wurde hervorgehoben, dass das Grand Hotel Kempinski, Heiligendamm neue Maßstäbe für Hotels in Deutschland und Europa setzt.

Die strahlenden Gebäude und der Satz unter dem Giebel des Kurhauses erhalten den Glanz der vergangenen Kaiserzeiten:
„Heic Te Laetitia Invitat Post Balnea Sanum – Freude empfängt dich hier, ersteigst du gesund dem Bade“



Alle eigenen Entwürfe unterliegen dem Urheberrecht des Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf GmbH.
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